Positive Bilanz in ungewissen Zeiten
Von positiven Geschäftszahlen über wichtige Beschlüsse bis hin zu Neuwahlen: Die 165. Vertreterversammlung der VR-Bank NordRhön eG am 19. Mai 2026 in der gut gefüllten Stadthalle Kolpinghaus in Hünfeld bot einen umfassenden Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Christoph Priller eröffnete die Vertreterversammlung der VR-Bank NordRhön eG und begrüßte rund 300 Gäste - Vertreterinnen und Vertreter sowie Nachbargenossenschaften, Verbundpartner und Mitarbeitende.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden Vorstand und Aufsichtsrat entlastet, Wahlen durchgeführt und auf die Mitgliederehrung für 50-Jahre Zugehörigkeit zur Genossenschaft verwiesen, die in einem gesonderten Rahmen Anfang Mai stattfand. „Wir sind dankbar, dass diese Mitglieder unserer Genossenschaft über so viele Jahrzehnte hinweg die Treue gehalten haben“, betonte Priller in seiner Rede.
Rückblick auf das Jahr 2025
Vorstandssprecher Walter Mengel informierte über die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage. „An den Finanzmärkten habe sich die Situation trotz der schwächelnden Wirtschaft in Deutschland sowie vieler Unsicherheiten dennoch positiv entwickelt“, erklärte Mengel. „Neue Rekordstände erreichten, befeuert von den geopolitischen Unsicherheiten und der Schwächung des US-Dollars, insbesondere Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin und Palladium“.
„Blickt man auf die Entwicklung der Volks- und Raiffeisenbanken sowie weiterer genossenschaftlicher Banken, wird ersichtlich, dass sie das Kredit- und Einlagengeschäft mit ihren über 30 Millionen Privat- und Firmenkunden im Jahr 2025 ausweiten konnten“, so der Vorstandssprecher.
Bankvorstände und Aufsichtsräte der VR-Bank NordRhön sind zufrieden mit dem Verlauf des Geschäftsjahres. Walter Mengel betonte: „Das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 war für unsere Bank ein alles in allem doch sehr erfolgreiches Jahr, wir haben unsere Planungen in vielen Bereichen übertroffen und sind in unseren Kerngeschäftsfeldern – also im Kredit und Einlagengeschäft weiter gewachsen - dementsprechend hat sich auch die Bilanzsumme erhöht. Die in unserer Geschäfts- und Risikostrategie verankerten betriebswirtschaftlichen und aufsichtsrechtlichen Zielvorgaben wurden in 2025 erreicht bzw. übertroffen. Die wirtschaftlichen Verhältnisse unserer Bank sind nach wie vor geordnet.“
Zukünftig modern aufgestellt in allen Kanälen
Walter Mengel verdeutlichte, dass die Bank neben dem Fachkräftebedarf ebenso vor der Herausforderung stehe, die Kundenbasis langfristig zu sichern und auszubauen. Dabei befinde man sich insbesondere im Segment der jungen Kundinnen und Kunden im intensiven Wettbewerb mit Online-Finanzdienstleistern, den sogenannten Neobrokern wie Trade Republic oder Scalable Capital. Er zeigte sich positiv gestimmt: „Um dieser Entwicklung gezielt zu begegnen, haben wir für die Zielgruppe junger Kundinnen und Kunden eine eigene Beratungseinheit aus jungen Jugendmarktberaterinnen und -beratern aufgebaut sowie ein umfassendes Jugendmarktkonzept entwickelt. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig und nachhaltig an unsere Bank zu binden und einer Abwanderung zu digitalen Wettbewerbern entgegenzuwirken.“
Abschließend erklärte Mengel: „Wir wollen als moderne, nahbare und kompetente Bank wahrgenommen werden, die als verlässlicher, lokaler Partner die Menschen in unserer Region unterstützt. Um unsere digitale Sichtbarkeit zu erhöhen, zusätzliche digitale Berührungspunkte zu schaffen und insbesondere jüngere Zielgruppen zu erreichen, die zunehmend digitale Kommunikationswege erwarten, haben wir unsere Präsenz in den sozialen Medien ausgebaut und sind aktuell auf den Plattformen Facebook, Instagram und LinkedIn vertreten.“
Wirtschaftliche Entwicklung der VR-Bank in Zahlen
Vorstandsmitglied Steffen Roth zog Bilanz und zeigte sich optimistisch: „Nach einem leichten Anstieg der Bilanzsumme im Vorjahr stieg die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2025 um 67 Mio. EUR bzw. 4,3 % wieder stärker an. Aus Sicht der letzten 6 Jahre wurde damit ein solides Wachstum von rd. 4 % pro Jahr erreicht“.
Neben der Beschlussfassung zum Jahresabschluss informierten die Verantwortlichen über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Prüfungsergebnis sowie aktuelle Herausforderungen für die genossenschaftliche Finanzgruppe.
„Zum Bilanzstichtag 2025 gehörten der Gemeinschaft genau 22.563 Mitglieder an“, erklärte Roth. „Während die Mitgliederentwicklung auf Bundesebene weiterhin rückläufig ist, konnten wir im Geschäftsjahr 2025 einen erfreulichen Zuwachs von 360 Mitgliedern verzeichnen. Das ist ein Zeichen dafür, dass unser genossenschaftliches Geschäftsmodell funktioniert. Diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen: Unser Handeln wird sich auch künftig an den Bedürfnissen unserer Mitglieder und Kunden orientieren. Dabei vertrauen wir auf das Engagement und die Kompetenz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Tag für Tag dazu beitragen, unsere Werte erlebbar zu machen.“
Wahlen zum Aufsichtsrat und Satzungsänderungen
Turnusgemäß standen zudem Wahlen zum Aufsichtsrat auf der Tagesordnung. Wiedergewählt wurden die Herren Rudolf Engel, Frank Wiegand und Thomas Ziegler. Neu in das Gremium gewählt wurde Steuerberater Silvio Lieber. Ebenso erfolgte die Wahl der Mitglieder des Wahlausschusses.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Änderung der Satzung beziehungsweise der Wahlordnung. Die vorgeschlagenen Anpassungen wurden erläutert und von der Vertreterversammlung mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen.
Zum Abschluss der Vertreterversammlung dankten Vorstand und Aufsichtsrat allen Vertreterinnen und Vertretern für das entgegengebrachte Vertrauen sowie das Engagement für die Genossenschaftsbank.
Die drei Vorstände Gerhard Hahn, Steffen Roth und Walter Mengel Blick in den Saal Die Mitglieder des Aufsichtsrates #DIE BANK SIND WIR